Jungforscher Max von Wolff

Jugend forscht trifft auf Eucys: der physikbegeisterte Jungforscher räumt Preise mit seinem Regentropfenprojekt ab.

Jugend forscht Gewinner Max von Wolff präsentiert sein Regentropfenprojekt in Dublin auf dem EUCYS Kongress

Liebe Herzwiesefreundin, lieber Herzwiesefreund,

heute schlägt mein Herz ausnahmsweise mal für Physik. Obwohl ich in naturwissenschaftlichen Fächern eher keine Leuchte war, geht mir bei dieser Geschichte von Jugend forscht und Eucys ein Licht auf.  Denn Max von Wolff kenne ich seit Kindertagen (ich bin quasi seine Bonus- oder Patchworkmama) und weiß wie sehr sich Max seit Kindertagen mit Physik und allem was dazu gehört beschäftigt.

Das Klima verändert sich  

Auch wenn der Sommer für viele dieses Jahr wunderbar war, ist er ein untrügerisches Zeichen des Klimawandels. Regen, Stürme und überflutete Keller sind heute leider keine Seltenheit mehr. Umso wichtiger sind präzise Wettervorhersagen, um Menschenleben retten zu können. Genau das dachte sich Max von Wolff, als es in seiner Heimat Mayen und Umgebung schwere Unwetter gab. Der 18-jährige Schüler des Megina-Gymnasiums beobachtete, dass Regen nicht gleich Regen ist. So kann sich die Tröpfchengröße deutlich unterscheiden: von feinem Nieselregen bis hin zu starken Gewitterschauern. Er begann an einer Messmethode zur genauen Ermittlung der Größe von Regentropfen zu arbeiten.

Max erklärt mir wie seine Messungen der Regentropfengröße funktionieren.

Max erklärt mir wie seine Messungen der Regentropfengröße funktionieren.

Erste Station Regionalwettbewerb von Jugend forscht in Koblenz

Lange hat er daran getüftelt, immer wieder geprüft und ausprobiert. Dieses Jahr war es endlich soweit: sein Gerät zur Größenbestimmung von Regentropfen war bereit um es einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Erste Station war der Regionalwettbewerb von Jugend forscht in Koblenz. Als Gewinner reiste er weiter zum Landeswettbewerb nach Ludwigshafen. Von dort ging es dann so richtig vor großes Publikum beim bundesdeutschen Jugend forscht Wettbewerb, der Ende Mai in Darmstadt stattfand. Auch hier erkannte die Jury welch wichtigen Stellenwert Max von Wolffs Messmethode hat. Großes Lob gab es von der Jugend forscht Jury und dazu den ersten Platz im Bereich Physik beim bundesdeutschen Wettbewerb. Eine tolle Sache für ihn und damit verbunden sollten noch viele weitere, spannende Dinge kommen.

Besuch bei Angela Merkel und Gespräch mit Alexander Gerst im All

Weiter ging es zum Besuch ins Bundeskanzleramt, wo Bundeskanzlerin Angela Merkel die Gewinner von Jugend forscht empfing. Das Sahnehäubchen für Max war hier die Live-Schalte zur Internationalen Raumstation und einem Gespräch mit dem deutschen Astronauten Alexander Gerst. Und dann kam alles ganz schnell: dank der hiesigen Erstplatzierung ging die Reise weiter zum Europäischen Contest für junge Wissenschaftler (ECYS), Mitte September ins irische Dublin.

Eucys in Dublin: 88 Projekte aus 38 Nationen. Mädchen und Jungen stellen Projekte z.B. aus Physik, Chemie, Medizin, Sozialwissenschaften vor.

Eucys in Dublin: 88 Projekte aus 38 Nationen. Mädchen und Jungen stellen Projekte z.B. aus Physik, Chemie, Medizin, Sozialwissenschaften vor.

Regentropfenprojekt auf internationalem Parkett

Endlich: Mitte September stand EUCYS in Dublin vor der Tür. Neben 88 Projekten aus 38 Nationen, gehörte Max von Wolff zu den 134 Teilnehmern und präsentierte auf internationalem Parkett sein Regentropfenprojekt. Dazu hatte er im Vorfeld Poster und Erläuterungen ins Englische übersetzt. Sämtliche Präsentationen galt es nun auch in Englisch gut verständlich zu erklären. Dazu begutachteten 20 Jurymitglieder in fünf verschiedenen Sessions jedes einzelne Projekt. Am vergangenen Dienstag war es dann soweit und die Preisverleihung fand im Schloss von Dublin statt. Für den überglücklichen Jugend Forscht Gewinner gab es einen Sonderpreis der Europäischen Weltraumagentur (ESA). Und wir als Familienmitglieder und sämtliche Freunde waren natürlich mächtig stolz auf ihn.

Die ESA lädt Max von Wolff ins ESTEC nach Holland ein

Einen Sonderpreis auf internationaler Ebene gab es für ihn. Die Auszeichnung umfasst die Teilnahme an einer großen Konferenz für Weltraumforschung in Europa oder alternativ einen einwöchigen Aufenthalt am Europäischen Weltraumforschungs- und Technologiezentrum (ESTEC) im Niederländischen Noordwijk. „Ich freue mich unglaublich, dass ich hier in Dublin mit dabei sein konnte und auch noch gewonnen habe. Großartig war für mich auch, die anderen Projekte zu sehen und sich mit Teilnehmern aus anderen Ländern auszutauschen, das werde ich nie vergessen“, beschreibt Max seine Teilnahme in Dublin. Wofür ein Unwetter alles gut sein kann. Und ich kann abschließend nur alle jungen Menschen und ihre Eltern motivieren, Kinder in ihren Talenten zu fördern. Bestes Beispiel hierfür ist Max von Wolff, dessen erfolgreiche Reise natürlich noch lange nicht zu Ende ist.

Gewonnen bei EUCYS: für Max von Wolff gibt es einen Sonderpreis der ESA und wir sind stolz.

Gewonnen bei EUCYS: für Max von Wolff gibt es einen Sonderpreis der ESA und wir sind stolz.

In diesem Sinne wunderbare Grüße von Kirstens Herzwiese. 

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