Vorsorge — diese Untersuchungen sind wichtig

Untersuchunege zur Vorsorge und Früherkennung können Leben retten.

Gefahr erkan­nt- Gefahr geban­nt. Vor­sorge und Früherken­nungs-Unter­suchun­gen kön­nen Leben ret­ten. Foto: national-cancer-institute-unsplash.com

 

Sie sind lebenswichtig, kön­nen Leben ret­ten und aktiv zur Gesund­heit von Kör­p­er und Seele beitra­gen: Unter­suchun­gen zur Früherken­nung von Krankheit­en als auch Vor­sorge Unter­suchun­gen. Ger­ade jet­zt zum Jahre­san­fang macht es Sinn, diese zu pla­nen und im Lauf des Jahres in Anspruch zu nehmen. Ich erk­läre Dir hier, welche Früherken­nungs- und Vor­sorge-Unter­suchun­gen wichtig sind und Sinn machen. Ganz gle­ich ob Frau oder Mann, jung oder alt. Los­gelöst davon ob Kassen­pa­tien­ten oder Pri­vatver­sicherte. Denn lieber ein­mal zu oft unter­sucht als ein­mal zu wenig. Zum Schutz des eige­nen Lebens.

Kirsten Metternich von Wolff

Vor­sorge Unter­suchun­gen lassen sich pri­ma pla­nen. Am besten im Kalen­der mit Serien­funk­tion. So ent­ge­ht Dir keine Vor­sorge Unter­suchung mehr.

Vorsorge Untersuchungen plane ich fest im Kalender ein 

Es macht Sinn, Vor­sorge­un­ter­suchun­gen als fes­ten Bestandteil einzu­pla­nen. Dazu habe ich für sämtliche Unter­suchun­gen die Erin­nerungs­funk­tion in meinem Kalen­der aktiviert. Meis­tens mache ich die Ter­mine im Jan­u­ar. Sie verteilen sich dann aufs ganze Jahr. Je nach The­ma auch direkt nach­dem ich vor Ort zur Unter­suchung war. Da ich Brustkrebs hat­te und ein­mal im Jahr ins Brustzen­trum zur Vor­sorge Unter­suchung gehe, mache ich, nach­dem ich dort war, direkt einen Ter­min fürs näch­ste Jahr. Auch völ­lig los­gelöst vom Brutkrebs sind Vor­sorge und Früherken­nungs-Unter­suchun­gen für uns alle sehr wichtig. Ich bin immer dankbar diese als Kassen­pa­ti­entin in Anspruch nehmen zu können.

 

Vorsorge Untersuchungen sind keine IGeL-Leistungen 

Ach, das ist doch alles nur Abzocke mit den Vor­sorge­un­ter­suchun­gen – denken viele. Allerd­ings wer­den diese oft mit IGeL-Leis­tun­gen in einen Topf gewor­fen. Vor­sorge und Früherken­nungs-Unter­suchun­gen wer­den von den geset­zlichen Krankenkassen über­nom­men. Teils wird man dazu, ab einem bes­timmten Alter auch angeschrieben. Zum Beispiel bei der Vor­sorge vor Brustkrebs mit­tels Mam­mo­gra­phie-Screen­ing, im Alter ab 50 aufwärts. Oder auch zur ersten Darmkrebs Vor­sorge. Daei müssen Pati­entin­nen und Patien­ten hier nichts zuzahlen. Anders sieht es aus bei indi­vidu­ellen Gesund­heit­sleis­tun­gen, bekan­nt als IGeL- oder Selbstzahler-Untersuchungen.

Igel-Leistungen musst du selbst zahlen. Ob sie Sinn machen ist individuell verscheiden. Ich bin da oft eher skeptisch und erkundige mich welche Sinn machen. Die klassischen Vorsorge Untersuchungen sind wichtig und können Leben retten.  Deshalb mein Appell: NUTZE SIE!

Igel-Leis­tun­gen musst du selb­st zahlen. Ob sie Sinn machen ist indi­vidu­ell ver­schieden. Ich bin da oft eher skep­tisch und erkundi­ge mich welche Sinn machen. Die klas­sis­chen Vor­sorge Unter­suchun­gen sind wichtig und kön­nen Leben ret­ten. Deshalb mein Appell: NUTZE SIE!

Lass dich nicht von IGeL-Untersuchungen verunsichern 

IGeL-Leis­tun­gen sind ein Zusatzange­bot in Arzt­prax­en. Nie­mand ist verpflichtet oder sollte sich genötigt fühlen, dies in Anspruch nehmen zu müssen. Als ich kür­zlich einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt auf­suchte, wurde mir als erstes ein Kat­a­log mit IGeL-Leis­tun­gen in die Hand gedrückt. Hier sollte ich mehrere Seit­en aus­füllen und ankreuzen, was ich haben wollte. Und das bevor ich ein einziges Wort mit dem Arzt gesprochen habe. Das fand ich abso­lut unser­iös. Das habe ich nicht gemacht. Ich habe die Prax­is ver­lassen und mir einen anderen HNO-Arzt gesucht. In der näch­sten Arzt­prax­is wurde dies im Lauf des Gesprächs ange­boten, es war kein Prob­lem dies abzulehnen.

 

Es macht Sinn, Vorsorge und Früherkennungs-Untersuchungen in Anspruch zu nehmen. Auch das ist ein Beitrag, aktiv etwas für deine Gesundheit zu tun. 

Viele Vorsorge Untersuchungen bieten eine hilfreiche Früherkennung vor zahlreichen, lebensbedrohlichen Krankheiten. Foto: Robin-Benzrihem-Unsplash.com

Viele Vor­sorge Unter­suchun­gen bieten eine hil­fre­iche Früherken­nung vor zahlre­ichen, lebens­bedrohlichen Krankheit­en. Foto: Robin-Benzrihem-Unsplash.com

 

Vorsorge Untersuchungen – welche gibt es und machen Sinn?

Es gibt eine Fülle an Vor­sorge und Früherken­nungs-Unter­suchun­gen, die Frauen und Män­ner in Anspruch nehmen kön­nen. Allen voran Vor­sorge­un­ter­suchun­gen zur Krebs-Pro­phy­laxe und Krebs-Früherken­nung. Doch auch andere Erkrankun­gen kön­nen mit­tels Vor­sorge­un­ter­suchung rechtzeit­ig erkan­nt und behan­delt wer­den. Dazu gehören Dia­betes vom Typ-1- als auch Typ-2-Dia­betes. Eben­so Herz-Kreis­lauf-Erkrankun­gen und Erkrankun­gen der Nieren. Des Weit­eren kann auch die Bes­tim­mung eines kleinen oder großen Blut­bildes sin­nvoll sein. Ob und in welchen Abstän­den dies von der Kasse über­nom­men wird, besprichst Du am besten mit deinem Hausarzt. Da ich ein­mal im Jahr wis­sen möchte, was in meinem Blut und damit in meinem Kör­p­er los ist, lasse ich ein kleines Blut­bild machen. Eben­so wichtig ist es ein­mal im Jahr zur Kon­trolle  zum Zah­narzt zu gehen.

Hautkrebs Vorsorge beginnt am Kopf mit der Kopfhaut und geht bis in die Zwischenräume der Zehen.

Hautkrebs Vor­sorge begin­nt am Kopf mit der Kopfhaut und geht bis in die Zwis­chen­räume der Zehen.

Alle zwei Jahre zur Hautkrebs-Vorsorge 

Hautkrebs ist die häu­fig­ste Kreb­serkrankung auf der Welt. Meis­tens bemerkt man Verän­derun­gen an der Haut nicht sofort und Schmerzen bere­it­en solche Verän­derun­gen meist auch nicht. Ger­ade deshalb ist es so wichtig die Haut am ganzen Kör­p­er, also von der Kopfhaut bis zu den Zwis­chen­räu­men der Zehen genau unter­suchen zu lassen. Wer geset­zlich ver­sichert ist, hat ab dem 35. Leben­s­jahr alle zwei Jahre Anspruch auf ein Haut-Krebs-Screen­ing per Blick­di­ag­nose. Wichtig ist hier, dass die Ärztin oder der Arzt den kom­plet­ten, nack­ten Kör­p­er, inklu­sive Haut­fal­ten genau inspiziert. Wenn Du selb­st Auf­fäl­ligkeit­en an dein­er Haut bemerkt hast, zeige sie bei dieser Unter­suchung und sprich sie unbe­d­ingt an. Das ist wichtig und sollte nicht aus Scham ver­nach­läs­sigt werden.

 

Bitte taste deine Brust mindestens einmal im Monat gründlich ab. Dank des Abtastens habe ich meinen Tumor selbst ertastet und es konnte schnell gehandelt werden. Meine Tipps dazu findest Du hier.

Jede achte Frau erkrankt im Lauf ihres Lebens an Brustkrebs. Deshalb ist die jährliche Vorsorge Untersuchung und auch das monatliche selbst Abtasten lebenswichtig. Foto: angiola-harry-unsplash.com

Jede achte Frau erkrankt im Lauf ihres Lebens an Brustkrebs. Deshalb ist die jährliche Vor­sorge Unter­suchung und auch das monatliche selb­st Abtas­ten lebenswichtig. Foto: angiola-harry-unsplash.com

Liebe Frauen: geht alle regelmäßig zur Brustkrebs Vorsorge 

Die häu­fig­ste Kreb­serkrankung bei Frauen ist und bleibt Brustkrebs. Jede achte Frau bekommt im Lauf ihres Lebens diese Diag­nose. Ich war Mitte vierzig, als bei mir der Brustkrebs kam. Ich bin regelmäßig zur jährlichen Vor­sorge gegan­gen. Allerd­ings habe ich meinen Tumor selb­st ertastet. Deshalb möchte ich hier an alle Frauen appel­lieren: Taste deine Brust ein­mal im Monat gründlich ab. Meine Tipps dazu find­est Du hier. Bei der oblig­a­torischen, jährlichen Vor­sorge in der gynäkol­o­gis­chen Prax­is tas­ten Ärzte die Brust­drüsen sowie die dazuge­höri­gen Lym­ph­knoten ab. Dabei kön­nen Verän­derun­gen fest­gestellt wer­den. Zwis­chen dem 50. und 70. Leben­s­jahr wird zusät­zlich eine Mam­mo­gra­phie, also das Rönt­gen der Brust angeboten.

 

Darmkrebs – Vorsorge Untersuchung für Frauen und Männer 

Die zwei­thäu­fig­ste Kreb­serkrankung bei Frauen ist Darmkrebs. Ger­ade deshalb ist auch hier die Vor­sorge so wichtig. Frauen im Alter von 50 bis 55 Jahren kön­nen dazu ein­mal jährlich eine Stuhl­probe beim Hausarzt, Gynäkolo­gen oder Urolo­gen abgeben. Die Röhrchen dafür gibt es in der Arzt­prax­is. Dazu wird die Stuhl­probe auf ver­steck­tes Blut unter­sucht. Dies kann ein Hin­weis auf Dick­darm- oder End­darmkrebs sein. Ab dem 55. Leben­s­jahr ist der Test bei Frauen weit­er­hin alle zwei Jahre möglich, falls es bis dato keine Darm­spiegelung gab. Auch Män­ner erkranken häu­fig an Darmkrebs. Eine Koloskopie (Darm­spiegelung) wird Män­nern  ab 50 Jahren und Frauen ab 55 Jahren emp­fohlen. Die bedarf etwas Vor­bere­itung mit entsprechen­dem Essen. Eine genaue Liste gibt es dazu als Vor­bere­itung in der Arzt­prax­is. Eine Darm­spiegelung hat den Vorteil, dass Kreb­svorstufen hier­bei direkt ent­fer­nt wer­den können.

Früherkennung rettet Leben. Deshalb sind Vorsorge Untersuchungen so wichtig. Foto: CDC-unsplash.com

Früherken­nung ret­tet Leben. Deshalb sind Vor­sorge Unter­suchun­gen so wichtig. Foto: CDC-unsplash.com

Frauen ab 20: Geht zur Vorsorge gegen Gebärmutterhals-Krebs

Neben der Vor­sorge Unter­suchung zur Früherken­nung von Brustkrebs ist, beson­ders für junge Frauen, die Vor­sorge Unter­suchung zum Schutz vor Gebär­mut­ter­hal­skrebs unbe­d­ingt sin­nvoll. Dazu wird in der gynäkol­o­gis­chen Prax­is ein soge­nan­nter Pap-Test gemacht. Das ist ein Abstrich vom Gebär­mut­ter­hals. Das klingt vielle­icht komisch und schmerzhaft, ist es aber nicht. Die Unter­suchung ist so wichtig, da sich hier bere­its sehr frühe Verän­derun­gen, die zu Krebs führen kön­nen, erken­nen. Frauen ab dem 20. Leben­s­jahr kön­nen diese Unter­suchung ein­mal im Jahr in Anspruch nehmen. Im Alter von 35 beste­ht zusät­zlich alle drei Jahre das Ange­bot ein­er Unter­suchung auf humane Papil­lomviren (HPV).

Na - hast Du alle Vorsorge Untersuchungen für Dich herausgefunden? Dann ran ans Termine machen. Foto: diana-plekhina-unsplash.com

Na — hast Du alle Vor­sorge Unter­suchun­gen für Dich her­aus­ge­fun­den? Dann ran ans Ter­mine machen. Foto: diana-plekhina-unsplash.com

Männer und Prostata: Keine Scheu vor der Vorsorge 

Lei­der gehen aktuell nur rund 15 Prozent der Män­ner hierzu­lande zur Vor­sorge Unter­suchung der Früherken­nung von Prosta­ta-Krebs. Dies ist die häu­fig­ste Kreb­serkrankung bei Män­nern. Je früher erkan­nt, desto bess­er ist sie behan­del­bar. Denn Symp­tome zeigen sich meis­tens erst, wenn der Krebs schon fort­geschrit­ten ist. Bei der kurzen und unkom­plizierten Unter­suchung tastet der Urologe das äußere Gen­i­tal samt Prosta­ta und dazuge­höri­gen Lym­ph­knoten ab. Män­nern ab dem 45 Leben­s­jahr wird die Unter­suchung ein­mal jährlich emp­fohlen. Doch auch in jün­geren Jahren empfehlen Experten, dass Män­ner ihren Hoden und Penis genau inspizieren, um mögliche Verän­derun­gen früh genug zu bemerken. Dann sollte unbe­d­ingt ein Urologe sowie der Hausarzt oder die Hausärztin zu Rate gezo­gen werden.

 

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Ich freue mich, wenn Dir meine Tipps zu den wichtigen Vorsorge und Früherkennungs-Untersuchungen weiterhilft. Und deshalb sage ich vorab schon einmal DANKE für deinen Kommentar hier. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

 

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