Tamoxifen — Meine Erfahrungen mit Nebenwirkungen

Tamoxifen- wird jetzt alles anders?

Wird durch Tamox­ifen auf ein­mal alles anders und welche Neben­wirkun­gen kom­men auf mich zu? Ich berichte von meinen jahre­lan­gen Erfahrun­gen damit.

 

Täglich diese Tablette zu schlucken, ist für jede Frau die das tun muss, eine echte Herausforderung. Hier berichte ich von meinen Erfahrungen mit Tamoxifen und Nebenwirkungen. Es ändert sich vieles, aber es ist zu schaffen.

An das Ende der Primärther­a­pie (Chemo, OP, Bestrahlung), schließt bei vie­len Frauen eine Anti­hor­mon­ther­a­pie naht­los an. In den meis­ten Fällen ist Tamox­ifen das Mit­tel der Wahl. Doch beim Lesen der ganzen Neben­wirkun­gen durch Tamox­ifen verge­ht es vie­len, mir auch. So fängt jede vierte Frau erst gar nicht damit an. Oder die Ther­a­pie wird irgend­wann abge­brochen. Stellt sich die Frage, ob das „alte“ Leben was frau vorher hat­te ab dem Tag der Tamox­ifen Ein­nahme vor­bei ist. Auch ich habe mich gefragt, ob jet­zt alles anders wird. Hier berichte ich von meinen Erfahrun­gen mit Neben­wirkun­gen durch Tamoxifen.

Meine erste Erfahrung mit Nebenwirkungen — Tamoxifen Blockade 

Ich hat­te eine Tamox­ifen Block­ade. Wie ich damit fer­tig gewor­den bin, kannst Du hier lesen. Mit­tler­weile prak­tiziere ich die Anti­hor­mon­ther­a­pie mehr als dreiein­halb  Jahre. Der Jahrestag ist fest in meinem Gedächt­nis ver­ankert. Genau wie der Jahrestag mein­er Brustkreb­s­di­ag­nose. Trotz­dem ist es heute, nach all den Jahren, ein Teil mein­er Rou­tine und auch Gewohn­heit gewor­den, Tamox­ifen täglich zu schluck­en. Ein einziges Mal habe ich mir den Beipackzettel durchge­le­sen. Und das bevor ich die erste Pille geschluckt habe. Ich fühlte mich wie auf ein­er Achter­bahn, allerd­ings auf dem ras­an­ten Weg nach unten.

Geht jetzt die Leichtigkeit des Lebens verloren?

Super, jet­zt ist es vor­bei mit der Leichtigkeit des Lebens. In einem Jahr passt mir kein Kleid, keine Hose  und keine Bluse mehr, weil ich auseinan­derge­he wie ein Hefekuchen. Meine Haut wird faltiger und trock­en. Schlaf­störun­gen, andauernd schlechte Laune, Hitze­wal­lun­gen ohne Ende und dazu noch eine Throm­bose kön­nen auch noch kom­men. Also das will ich nicht! Doch im Grunde sind meine Erfahrun­gen mit Neben­wirkun­gen durch Tamox­ifen andere, als ich zuerst vermutete.

Nicht jede Nebenwirkung wird sich auch bei Dir bemerkbar machen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass nicht jede Neben­wirkung von Tamox­ifen automa­tisch auch auf mich zutrifft.

Meine Erfahrungen mit Nebenwirkungen durch Tamoxifen 

Heute, mit etwas Abstand dazu kann ich nur sagen, dass nicht alle Neben­wirkun­gen automa­tisch auch bei mir zutr­e­f­fen. Und das wird bei vie­len Frauen ähn­lich sein. Ich kenne einige Frauen, die auch Tamox­ifen schluck­en. Die eine ist gerten­schlank, hat dafür Hitze­wal­lun­gen und kann schlecht schlafen. Eine andere hat keine Hitzewellen, dafür öfter mal trübe Stim­mung. Und den Ver­dacht auf eine Throm­bose habe ich lediglich in der Reha bei ein­er Frau erlebt. Trotz­dem: Falls ich irgend­wann in meinem Leben mal einen Langstreck­en­flug vor mir habe, würde ich das The­ma Throm­bose­pro­phy­laxe vor­ab mit meinem Arzt besprechen.

Gegen viele Tamoxifen Nebenwirkungen gibt es Hilfen

Was die Haut bet­rifft habe ich immer schon sehr viel in punk­to Hautpflege gemacht. Und auch heute noch ist sie gesund und unprob­lema­tisch.  Also wenn Du dir den Tamox­ifen-Beipackzettel mit all seinen Neben­wirkun­gen durch­li­est, heißt es nicht zwangsläu­fig, dass Du alles was da ste­ht auch bekommst. Und wenn es doch zu Neben­wirkun­gen kommt, lässt sich meis­tens etwas dage­gen machen. Allerd­ings muss Du auch etwas dafür tun, von selb­st verän­dert sich da lei­der nicht viel. Aber ich finde die Über­legung aktiv etwas für sich zu tun einen sehr schö­nen Gedanken.

Mal klappt es gut mit dem Tamoxifen, dann mal wieder weniger - Höhne und Tiefen sind dabei ganz normal.

Mal klappt es gut mit dem Tamox­ifen, dann mal wieder weniger — Höhen und Tiefen sind dabei ganz nor­mal. So wie sie zum Leben dazugehören.

Schuld war zunächst immer Tamoxifen 

In der ersten Zeit habe ich förm­lich wie auf der Lauer gele­gen und mich beobachtet, was sich denn nun alles an und in mir verän­dert. Das Einzige, was ich in den ersten Monat­en ver­spürte, war ver­stärk­tes Schwitzen in der Nacht. Das haben meine Fre­undin­nen in meinem Alter auch, und sie nehmen kein Tamox­ifen. Na gut, dachte ich, das geht also „gesun­den“ Frauen in meinem Alter auch so. Hat­te ich dann mal irgen­dein Zip­per­lein, sprang in meinem Kopf die Alar­m­glocke an. Schuld war in mein­er Vorstel­lung immer das Tamox­ifen. Es war der uni­verselle Sün­den­bock für alles, was mal nicht so war, wie son­st. Und in den ersten Monat­en war da außer dem nächtlichen Schwitzen auch nicht viel mit Nebenwirkungen.

Ein neuer Lebensstil muss her

Allerd­ings muss ich dazu sagen, dass ich recht früh, nach­dem ich mit Tamox­ifen ange­fan­gen habe, meinen Lebensstil noch etwas fein­justierte. Obwohl ich vorher schon sehr gesund gelebt habe. Manch­mal frage ich mich allerd­ings immer noch, ob bes­timmte Dinge genau­so aus­geprägt wären, wenn ich keinen Brustkrebs gehabt hätte und kein Tamox­ifen nehmen müsste. Nur das kann mir lei­der Nie­mand beantworten.

Es macht keinen Sinn sich permanent mit den negativen Dingen vom Tamoxifen zu stressen.

Es macht keinen Sinn sich per­ma­nent mit den neg­a­tiv­en Din­gen vom Tamox­ifen zu stressen.

 Im Einklang mit Tamoxifen 

Wenn ich die Wahl hätte würde ich auch lieber ohne Tamox­ifen leben. Aber ich würde auch lieber ohne die Bekan­ntschaft mit dem Krebs leben. Und da bei­des nun mal zu mir gehört, musste ich mich der Sit­u­a­tion entsprechend stellen und anpassen. Auf dass ich im Ein­klang mit mir und dem Tamox­ifen bin. Denn es hil­ft alles nichts, ich muss da durch. Denn Tamox­ifen ist eine wichtige Hil­fe, zum Schutz vor erneutem Krebs. Klar ist Nie­mand gefeit davor. Aber mit­tler­weile beruhigt es mich mehr, als dass es mich stresst, Tamox­ifen einzunehmen. Doch es gibt auch Tage, an denen ich das alles in Frage stelle und ver­fluche. Aber ich mache trotz­dem weit­er. Über die Jahre habe ich gel­ernt, dass Jam­mern, zu starkes Selb­st­mitleid und auch Äng­ste mich nicht weit­er­brin­gen. Im Gegen­teil, sie machen die Sache nur noch schlim­mer. Pos­i­tiv denken bringt mich und bes­timmt auch Dich weit­er. Und damit ist nicht gemeint alles schön zu reden. Son­dern das beste aus der Sit­u­a­tion zu machen. Getreu dem Mot­to: Bekommst Du Zitro­nen, dann mache leckere Limon­ade daraus.

Positiv denken bringt dich weiter - so wie das mit den Zitronen und der Limonade so ist

Pos­i­tiv denken bringt dich weit­er — so wie das mit den Zitro­nen und der Limon­ade so ist

Was ich durch Tamoxifen geändert habe

Hitze­wal­lun­gen habe ich nach wie vor, beson­ders abends und nachts. Eine Zeit lang waren sie ziem­lich stark. Mit­tler­weile hat sich das aber durch meinen Lebensstil eingepen­delt. Lei­der eignen sich hier wed­er Sal­beiex­trakt noch Trauben­sil­berk­erze, heißt es von Seit­en mein­er Gynäkolo­gin. Sie gehören wie viele andere zur Gruppe der pflan­zlichen Hor­mone (Phy­to­hor­mone). Ab und an bin ich ziem­lich nah am Wass­er gebaut. Das kann bei einem Film sein, wenn ich ein bes­timmtes Lied höre, etwas trau­riges im TV sehr oder vor Freude. Aber das finde ich nicht weit­er tragisch. Es verge­ht ja auch wieder und beein­trächtigt mein Leben ja nicht. Anstren­gend war eine län­gere Zeit, in der ich ziem­liche Gelenkbeschw­er­den hat­te. Ins­beson­dere mor­gens nach dem Auf­ste­hen oder nach langem Sitzen. Ich kam mir teils vor wie eine 80-jährige Frau. Das hat mich schon ziem­lich gestresst. Und ich habe mich fast ein Jahr mit einem Fersen­sporn an bei­den Füßen geplagt. Das waren Schmerzen, Wahnsinn.  Den­noch kam der blöde Sporn an den Fersen nicht vom Tamox­ifen. Meine Ärztin sagte, es tritt in den Wech­sel­jahren häu­figer auf — auch bei Frauen ohne Brustkrebs.

Sport hilft mir sehr trotz Nebenwirkungen durch Tamoxifen gut zu leben

Aber ich habe die Gelenkschmerzen und auch den Fersen­sporn in den Griff bekom­men. Dank regelmäßigem Sport. Mit­tler­weile mache ich min­destens drei bis vier Mal pro Woche etwas. Sei es Tram­polin sprin­gen, Nordic Walk­ing oder Aer­o­bic vor dem heimis­chem Fernse­her oder PC. Das tut auch meinem Wohlbefind­en unglaublich gut, so dass meine Laune nach wie vor pri­ma ist. Meine Tipps zu Sport bei Brustkrebs find­est Du hier. Alles lässt sich also aushal­ten. Aber ich denke schon, dass man als Frau mit Tamox­ifen da etwas mehr tun muss, als Frauen, die diese Erfahrung nicht machen müssen. Und man braucht Geduld. Denn Beschw­er­den brauchen eine Zeit bis sie kom­men und sie brauchen ihre Zeit, bis sie wieder gehen, ist blöd, ich weiß.

Meine Erfahrung: Wein beschert mir Hitzewallungen

Was ich gar nicht mehr mache ist Wein trinken. Dann kom­men die Hitzewellen mit Kara­cho. Und das brauche ich nicht. Alko­hol habe ich nie viel getrunk­en. Alko­hol ist ein Zell­gift und wirkt deshalb nach Krebs noch neg­a­tiv­er. Außer­dem hat er für mich ein­fach zu viele unnötige Kalo­rien. Da esse ich lieber zum Beispiel ein Stück Käse. Unter Tamox­ifen verzichte ich darauf mit­tler­weile so gut wie immer. Und das fällt mir über­haupt nicht schw­er. Wenn ich mal Lust auf einen Sekt oder ein Bier habe, wäh­le ich ein alko­hol­freies Pro­dukt. Was mein Gewicht bet­rifft, passen lediglich die Teile nicht mehr, die schon zu Beginn der Ther­a­pie mit Tamox­ifen ziem­lich eng saßen. Allerd­ings muss ich schon noch mehr darauf acht­en, als ohne­hin in meinem ganzen Leben schon. Da kommt mir mein Wis­sen als staatlich geprüfte Diä­tas­sis­tentin aber zu Gute. Den­noch wird es wohl immer ein The­ma bei mir bleiben. Apro­pos Essen: Was unter Tamox­ifen nicht gegessen wer­den sollte, sind Grape­fruits, Granat­apfel und Prä­parate mit Johan­niskraut. Sie kön­nen die Wirkung neg­a­tiv beeinflussen.

Manchmal hilft einfach Augen zu und durch und positiv denken. Das ist meine Devise.

Meine Erfahrung zu Neben­wirkun­gen von Tamox­ifen: Manch­mal hil­ft ein­fach Augen zu und durch und pos­i­tiv denken. Das ist meine Devise.

Diese Vorsorgeuntersuchungen mache ich dank Tamoxifen 

Jedes Jahr gehören mit­tler­weile ver­schiedene Vor­sorge­un­ter­suchun­gen für mich dazu. Mir wurde durch die Ein­nahme von Tamox­ifen emp­fohlen, ein­mal im Jahr die Augen beim Auge­narzt unter­suchen zu lassen. Dabei wird der Augenin­nen­druck und das Gesichts­feld getestet.  Außer­dem gehe ich regelmäßig zu mein­er Gynäkolo­gin zu den üblichen Vor­sorge­un­ter­suchun­gen. Aktuell kommt ein­mal im Jahr ein MRT der Brust dazu, sowie Ultra­schall und Mam­mo­gra­phie. Spätestens alle zwei Jahre gehe ich zum Hau­tarzt zum Check. Und das alles auch während der Coro­na Pan­demie. Denn Vor­sorge ist nach wie vor unglaublich wichtig. Das kann ich Dir auch nur ans Herz leg­en. Außer­dem taste ich meine Brust regelmäßig ab. Meine Tipps dazu find­est Du hier. Zusam­men­fassend ist es für mich so, dass Tamox­ifen mein Leben schon verän­dert hat. Es ver­langt einiges an Durch­hal­tev­er­mö­gen, Geduld und auch eine nötige Por­tion Diszi­plin. Aber es ist mach­bar und zu schaf­fen. Und auch Du wirst das schaf­fen. Hab nur Mut.

 

Ich hoffe meine Erfahrungen zu den Nebenwirkungen von Tamoxifen helfen Dir. Wie Du siehst hört das Leben nicht auf, nur weil Tamoxifen auf einmal mit dazu gehört. Ich freue mich über Deine Erfahrungen und Kommentare dazu. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese. 

Meinen Beitrag über meine anfängliche Tamoxifen-Blockade und wie ich sie überwunden haben, liest Du hier

Die Fotos in diesem Beitrag stam­men von:  Amy Sham­blen, Arisa Chat­tasa, Randy Fath und ele­ment 5 über unsplash.com

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25 Kommentare

  1. Kirsten
    Autor
    8. März 2021 / 19:22

    Wie geht es Dir mit Tamox­ifen? Ich freue mich über Deinen Kom­men­tar hier auf mein­er Herzwiese. Wun­der­bare Grüße von Kirsten.

    • Jola.sommer@gmail.com
      11. März 2021 / 20:07

      Hal­lo erst mal ich bin 60 Jahre wurde im Herb­st 2017 an mein­er Brust operiert Bruster­hal­tend und ich habe genau die gle­ichen Neben­wirkun­gen wie du ich denke man darf nicht soviel nach denken aber Sport ist wichtig haben mir die Ärzte gesagt und mir tut das gut vor allem bekomme ich immer noch füsioter­api und das würde ich jedem empfehlen.
      Wün­sche dir Glück und Aus­dauer ohne Coro­na und ohne der bestie
      Bye bey

      • Kirsten
        Autor
        12. März 2021 / 08:28

        Liebe Jola, her­zlichen Dank für deine lieben Worte. Phys­io­ther­a­pie habe ich im ersten Jahr auch bekom­men und es hat mir auch sehr gut getan. Was ich eben­falls sehr empfehlen kann ist eine Reha. Und natür­lich wie Du auch schreib­st regelmäßige Bewe­gung. Ich denke das hil­ft unge­mein die Tamox­ifen-Neben­wirkun­gen in Schach zu hal­ten. Alles Gute für Dich, bleib gesund und guter Dinge. Wun­der­bare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

    • Brigitte Werth
      16. Mai 2021 / 08:44

      Hal­lo, habe grade deinen inter­es­san­ten Bericht über tamox­ifen und evtl. Neben­wirkun­gen gelesen.
      Meine OP war Sept. 2018, danach Chemo und Bestrahlun­gen, dann ab Juni 2019 letro­zol, Neben­wirkun­gen waren katas­trophal, dann ab Aug 2020 tamox­ifen, bis auf kleinere zip­per­lein alles gut.
      Dein Bericht hat mir mut gemacht diese kleinen, manch­mal doch etwas belas­ten­den zip­per­lein anders zu sehen !
      Super, vie­len Dank

      • Kirsten
        Autor
        17. Mai 2021 / 14:32

        Liebe Brigitte, ich freue mich wirk­lich sehr, dass Dir meine Erfahrun­gen Mut machen. Im Grunde genom­men bleiben Neben­wirkun­gen nicht aus. Denn es ist ein­fach eine starke Wirkung von Tamox­ifen sowohl als auch Aro­matasehm­mern. Ich ste­he jet­zt, nach fast vier Jahren, am Schei­deweg zu Anos­tro­zol. Im Som­mer starte ich damit und grovoe mich jet­zt schon mal men­tal ein, dass ich damit genau­so gut zurechtkomme, wie mit Tamox­ifen. Alles Gute für Dich, bleib gesund und guter Dinge. Und dann freue ich mich natür­lich, wenn Du hier auf meinem Blog öfter mal vor­bei schaust. Wun­der­bare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

        • Brigitte
          5. Juni 2021 / 13:54

          Habe nochmals eine Frage…wie sind die Erfahrun­gen ob tamox­ifen abends oder mor­gens bess­er verträglich ist…

          • Kirsten
            Autor
            7. Juni 2021 / 12:47

            Liebe Brigitte, ich nehme Tamox­ifen von der ersten Tablette an immer kurz vor dem Schlafenge­hen. Bish­er bin ich damit gut zurecht gekom­men. Ich kenne einige Frauen, die es auch am Abend nehmen. Pro­biere es am besten aus, ob Du gut schlafen kannst, wie es mit dem Schwitzen ist etc. Wun­der­bare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  2. Kerstin
    11. März 2021 / 19:43

    Hal­lo Kirsten, du sprichst mir aus der Seele! Ich habe im Sep­tem­ber 2017 (nach OP + Bestrahlung) mit Tam ange­fan­gen. Es ging mir genau wir dir; ich las den Beipackzettel und dachte, jet­zt ist alles aus! Aber, pos­i­tiv denken hil­ft. Ich bin jet­zt 54 Jahre und denke auch, dass etliche Beschw­er­den auch ohne Tam aufge­treten wären. Und du hast auf jeden Fall recht, Sport ist sehr, sehr wichtig! Und sei es auch nur, daß man mal auf andere Gedanken kommt. Bzgl. Ernährung; ich bemühe mich, aber zur Selb­stkasteiung bin ich nicht bere­it. The­ma Alko­hol: durch eine Darmkrankheit kann ich Alko­hol sowieso nur in Maßen genießen. Läuft also! 7 Jahre hat meine Gyn gesagt, soll ich Tam nehmen. Es hat also die läng­ste Zeit gedauert! Und wir soll­ten schließlich nicht vergessen, warum wir das Zeug jeden Tag ein­wer­fen. Also lieber ein paar Kilo mehr auf den Hüften als nochmal Krebs! In diesem Sinne; liebe Grüße an alle mit den sel­ben Erfahrun­gen! Kerstin

    • Kirsten
      Autor
      11. März 2021 / 19:52

      Liebe Ker­stin — fast Namenss­chwest­er:-). Vie­len lieben Dank für deinen net­ten Kom­men­tar. Ich denke auch: lieber das ein oder andere Zip­per­lein, als noch mal die Diag­nose Krebs. Das brauche ich auch nicht noch ein­mal. Und die meiste Zeit des Lebens müssen wir es ja gar nicht nehmen. Für mich ist beruhi­gend, dass ich, falls ich die Aro­matase­hem­mer irgend­wann nicht ver­trage, zum Tamox­ifen zurück kann. Das wusste ich lange nicht und beruhigt mich. In diesem Sinne: Wir hal­ten durch und wun­der­bare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  3. Carina
    17. März 2021 / 12:37

    Liebe Kirsten,
    danke auch für diesen zweit­en Bericht zu Tamox­ifen. (Ich hat­te ja schon mal einen Kom­men­tar unter dem ersten Artikel geschrieben). Mit­tler­weile nehme ich Tamox­ifen seit 5 Wochen. Bis jet­zt noch nichts, aber da kommt sich­er noch was. Heute Nacht hat­te ich total Schwinde­lan­fälle im Bett, mit Übelkeit. Ich weiß nicht, ob sowas auch eine Neben­wirkung sein kann. Wie Du schon schrieb­st, man denkt jet­zt bei fast allen Sachen, die man hat, es kommt vom Tamox­ifen. Das macht mich ganz ver­rückt, und es kann auch so nicht weit­erge­hen. Ich komm son­st immer tiefer in die Angst­spi­rale. Beson­ders die Angst vor Throm­bose oder Schla­gan­fall. Ich soll auf­grund von Venen­schwäche nun auch Kom­pres­sion­sstrümpfe tra­gen. Beim let­zten Blut­bild im Feb­ru­ar waren die Blut­plättchen zu niedrig (aber eben­so Leukozyten und Ery­throzyten). Im Dezem­ber vor der OP war alles noch ok. Ärztin sagte nichts dazu, fand das nicht schlimm. Ich weiß auch nicht, ob das vom Tamox­ifen ist oder noch von der Bestrahlung war. Psy­chisch ist das Ganze wirk­lich nicht ein­fach, ich werde mir auch psy­chol­o­gis­che Hil­fe suchen. Das kann ja nicht schaden, und hil­ft hoffentlich.

    • Kirsten
      Autor
      17. März 2021 / 19:49

      Liebe Cari­na, ich freue mich sehr, dass Du mir wieder eine Rück­mel­dung zu meinem zweit­en Tamox­ifen­beitrag gib­st. Ich kann dich sehr gut ver­ste­hen, denn ger­ade zu Beginn liegt frau da auf der Lauer, so ging es mir ja auch. Ich kann Dir nur den Tipp geben zu ver­suchen nicht alles auf die Gold­waage zu leg­en und in alles etwas zu inter­pretieren. Wenn es Dir zum Beispiel vor Tamox­ifen mal nicht so gut gegan­gen ist, hast Du das bes­timmt auch ein­fach hin­genom­men. Denn es nutzt wirk­lich nichts sich den Kopf deshalb zu zer­martern. Sich­er ist das Leben mit Tamox­ifen nicht ein­fach­er, aber es ist zu schaf­fen. Die Angst mit der Throm­bose hat­te ich auch. Da ich aber noch nie ger­aucht habe und sehr regelmäßig Sport treibe, bin ich auch da entspan­nter gewor­den. Lediglich beim Astra Impf­stoff werde ich mich jet­zt in meinem Brustzen­trum rück­ver­sich­ern. Glaub mir, es wird mit der Zeit bess­er. Auch meine Blutwerte waren nach der Primärther­a­pie etwas aus dem Rud­er. Das hat sich aber im Lauf der Jahre wieder nor­mal­isiert. Und Hil­fe durch einen Psy­choonkolo­gen schadet nicht. Bleib tapfer und ver­suche es etwas entspan­nter zu sehen. Ich wün­sche Dir alles Gute dafür und bis bald mal wieder hier auf mein­er Herzwiese. Wun­der­bare Grüße sendet Dir Kirsten von der Herzwiese.

  4. Carina
    18. März 2021 / 09:20

    Vie­len Dank liebe Kirsten, für Deine net­ten auf­bauen­den Worte. Ja, es wird alles wer­den mit der Zeit, da bin ich zuver­sichtlich. Es sind erst 3 Monate her mit OP, alles noch frisch. Werde auf jeden Fall regelmäßig Deine tolle Seite besuchen. Viele liebe Grüße

    • Kirsten
      Autor
      18. März 2021 / 11:11

      Liebe Cari­na, Du schaffst das, hab nur Geduld und Mut. Auf bald ein­mal wieder und bleib gesund. Wun­der­bare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

    • Claudia
      13. April 2021 / 10:54

      Mein Onkologe hätte gerne das ich eine Knochen­markpunk­tion mache­da meine weißen Blutkör­p­er bei 2,1 liegen um eine begin­nende Leukämie auszuschließen jet­zt lese ich aber bei euch das der Wert bei euch auch h so niedrig war. Meine Bestrahlung ist erst 3 Wochen her und Tamox­ifen nehme ich jet­zt 5 Monate. Habe total Angst warum ver­lan­gen sie das von mir so kurz nach der Bestrahlung 

      • Kirsten
        Autor
        13. April 2021 / 16:02

        Liebe Cari­na, vie­len Dank für deinen Kom­men­tar. Also im Grunde genom­men finde ich es immer gut, Dinge medi­zinisch abzuk­lären. Allerd­ings kann ich Dir aus eigen­er Erfahrung sagen, dass im Lauf und kurz nach dem Ende der Primärther­a­pie die Blutwerte etwas aus dem Gle­ichgewicht ger­at­en kön­nen. Das ging mir bei einem Leber­w­ert so, obwohl ich so gut wie keinen Alko­hol trinke. Mit­tler­weile hat sich das wieder einge­spielt und der Wert ist wieder völ­lig in Ord­nung. Ich empfehle Dir hierzu mal beim Kreb­sin­for­ma­tions­di­enst anzu­rufen. Dort bekommst Du kosten­lose, fachkom­pe­tente, medi­zinis­che Hil­fe. Ich nutze diesen Dienst auch öfter, wenn ich eine Frage habe. Hier ist die Num­mer: 0800 — 420 30 40. Ich denke danach kannst Du entschei­den ob und was Du als näch­stes tun kannst. Wun­der­bare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  5. Daniela
    21. März 2021 / 10:52

    Hey Kirsten
    Noch 1.5 Jahre. Dann habe ich die 5 Jahre geschafft. Ab dann 5 Jahre Letro­zol. Ich muss sagen, ich bin froh wenn die Zeit um ist.
    Sich­er , man kann sich mit den Neben­wirkun­gen arrang­ieren und viele wären wohl auch so in den Wech­sel­jahren gekommen.
    Am meis­ten gehen mir aber fol­gende Dinge auf den Keks 

    Nicht nur die Augen, alle Schleimhäute sind super super trock­en. Nehme Equino­vo, das hil­ft ein wenig
    Habe häu­fig Kopf­schmerzen. Die Ärzte find­en nichts und sind sich­er dass diese durch Tam kommen
    Und obwohl ich mich gesund ernähre, auf bal­last­stof­fre­iche Ernährung achte, nahezu nie ( nur in absoluten Aus­nah­me­fällen) Alko­hol trinke und Sport treibe, hat sich meine Ver­dau­ung ver­ab­schiedet. Das ist wirk­lich super super nervig
    Anson­sten gebe ich dir recht. Man gewöh­nt sich an die abendliche Tablette. Leben geht weit­er. Dank Coro­na habe ich mich entsch­ieden, doch noch ein­mal die Haare wach­sen zu lassen. In der ver­gan­gener Zeit fand ich nicht die Muße da ich beru­flich vernün­ftig ausse­hen muss 

    Und.… eine Chemo im Leben reicht. Die möchte ich nicht wieder haben. Also blicke ich pos­i­tiv nach vorne und weiß, dass ich hof­fentlich ein tablet­ten­freies Leben mit Ende 50 wieder erre­ichen kann. 

    Bezüglich des Astra Impf­stoffes habe auch ich bere­its Anfra­gen gestellt. Bish­er noch keine zufrieden­stel­len­den Antworten erhal­ten. Zur Zeit warte ich aber noch auf Antwort des Her­stellers. Ein Her­steller von Tam kann dies­bezüglich nicht an neg­a­tiv­er Presse inter­essiert sein, insofern bin ich gespannt. 

    Liebe Grüße
    Daniela

    • Kirsten
      Autor
      21. März 2021 / 17:22

      Liebe Daniela, ganz her­zlichen Dank für deine inter­es­san­ten Zeilen. Wir kön­nen uns die Hand reichen: auch ich bin in anderthalb Jahren mit Tamox­ifen durch und Ende 50 kom­plett fer­tig. Vorher, also nach Tamox­ifen soll ich dann wohl auch umstellen, mal abwarten. Nun zu Deinen Neben­wirkun­gen: Trock­ene Schleimhäute sind so lästig. Hast Du es bei den Augen schon mal mit Hyaluron­säure-Augen­tropfen pro­biert? Das hil­ft bei mir zwar nicht immer, aber es wird zumin­d­est bess­er. Ich benutze seit ich Tamox­ifen nehme immer eine Intim-Waschlo­tion mit einem speziellen ph-Wert, denn der verän­dert sich durch die Wech­sel­jahre und zieht son­st unan­genehme Dinge und Pilz­erkrankun­gen mit sich. Was ich dir hier empfehlen kann ist die Intim Waschlo­tion 50+ von Sebamed und eine von Ross­mann — Facelle Intim Waschlo­tion 50plus. Bei­de sind gut und ich kann sie sehr empfehlen. Bezüglich der Kopf­schmerzen: wieviel Kaf­fee und Kof­fein nimmst Du zu Dir? Und trinkst Du min­destens zwei Liter Wass­er täglich? Das kann entschei­dend dabei helfen diese zu lin­dern. Zwecks der Ver­dau­ung: auch hier hil­ft es genug zu trinken. Was Du mal pro­bieren kann ist mor­gens auf nüchter­nen Magen ein Schnaps­glas Pflau­menkur über einen län­geren Zeitraum zu trinken. Die ist alko­hol­frei, gibt es im Drogeriemarkt und in der Apotheke. Das kann helfen. Auch Lein­samen oder Hafer­kleie bieten sich dazu an. Allerd­ings dazu bitte unbe­d­ingt genug Wass­er trinken. Und auch etwas Geduld haben. Das kann schon ein paar Wochen dauern. Vielle­icht helfen Dir auch meine Tipps aus dem Beitrag zum Mikro­biom, hier auf der Herzwiese. Da ich ja auch Diä­tas­sis­tentin bin, kann ich diese Tipps empfehlen. Ich wäre Dir sehr dankbar, wenn Du mir eine Rück­mel­dung gib­st, sobald Du etwas zwecks Astra etc. erfährst. Denn das bere­it­et mir auch Sorge. Nun wün­sche ich Dir erst ein­mal viel Erfolg mit meinen Tipps und ich hoffe sie wer­den Dir helfen. Auf ganz bald und wun­der­bare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

      • Daniela Reimers
        22. März 2021 / 09:14

        Melde mich sobald ich mehr Infos habe
        Danke für deine Tipps
        Tat­säch­lich habe ich mich dies­bezüglich entsprechend ver­hal­ten und nach den Prinzip­i­en gelebt.
        Den­noch schwierig

        • Kirsten
          Autor
          22. März 2021 / 10:23

          Liebe Daniela, alles klar. Wir brauchen ein­fach ein großes Quan­tum mehr Geduld und lei­der auch Diszi­plin. Das sagt einem vor dem Brustkrebs auch Nie­mand. In diesem Sinne — wir hal­ten durch. Wun­der­bare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  6. Meike Deuermeyer
    13. April 2021 / 20:56

    Liebe Kirsten,
    von Dein­er TAM-Block­ade zu lesen beruhigt mich sehr, denn auch ich (50 J)habe ger­ade eine.
    Ich habe ger­ade vor 2 Wochen meine Strahlen­ther­a­pie hin­ter mich gebracht und sollte nun schon längst mit TAM anfan­gen, kann es aber ein­fach nicht. Deine Geschichte macht Mut ! Vie­len Dank dafür ! Mit viel Sport und pos­i­tiv­en Gedanken werde ich die Sache angehen !

    • Kirsten
      Autor
      14. April 2021 / 07:41

      Liebe Meike, viele Dank für deine Zeilen. Ich habe nach der Strahlen­ther­a­pie fast zwei Monate gebraucht, bis ich mit Tamox­ifen begonnen habe. Und es ist alles gut gewor­den. Nun ste­he ich vor ein­er neuen Her­aus­forderung: für mich ste­hen in Kürze statt Tamox­ifen die Aro­matasehm­mer an. Und auch hier habe ich etwas Bedenkzeit gebraucht und werde es dann ein­fach ange­hen, wenn meine let­zte Tam-Pille aufge­braucht ist. Gute Gedanken, Ver­trauen in die Medi­zin und Bewe­gung sind gute Pfeil­er, dass Du das gut schaf­fen wirst. Ich sitze hier ger­ade auch im Sport­dress und werde jet­zt mein Tages­train­ing begin­nen. Lass Dir etwas Zeit, bis Kopf und Herz ja sagen, und dann klappt es auf ein­mal wie von selb­st. Auf bald hier auf meinem Blog. Wun­der­bare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  7. Anja Jakob
    14. April 2021 / 17:16

    Liebe Kirsten,
    ich (55) möchte hier heute auch mal meine Tamox­ifen­er­fahrun­gen teilen.
    Meine bruster­hal­tene OP links war am 14.2.2018 (span­nen­des Datum ;-)). Danach fol­gten Bestrahlun­gen und zum Glück keine Chemo, aber die Anti­hor­mon­ther­a­pie, weil mein Tumor scharf auf Hor­mone war. Ich möchte auch erwäh­nen, daß mein Krebs nicht in der Mam­mo­gra­phie erkennbar war, son­dern nur im anschließen­den Ultra­schall (hat­te eine Über­weisung, daher diese Vorge­hensweise). Also Glück im Unglück.
    Ich bin ein Men­sch, der nicht gle­ich den Beipackzettel liest. Das mache ich erst, wenn ich irgendwelche Begleit­er­schei­n­un­gen nicht mehr anders zuord­nen kann.
    Ich bekam zunächst Letro­zol verord­net und wurde inner­halb eines Monats in die Wech­sel­jahre kat­a­pul­tiert. Hab mich mit den Hitze­wal­lun­gen so organ­isiert, daß ich Zwiebel­look trage: Jacke an, Jacke aus. Unter Letro­zol bekam ich extreme Knochen‑, Gelenk- und Muskelschmerzen. Manch­mal fühlte ich mich wie eine alte Frau und dachte, schlim­mer kann’s nicht wer­den. Bis dann im ver­gan­genen Jahr der Wech­sel zu Tamox­ifen verord­net wurde. Zu diesem Medika­ment erfuhr ich im Vor­feld bei ein­er Reha, daß es u.U. Gebär­mut­ter­hal­skrebs begün­sti­gen kön­nte. Am lieb­sten hätte ich vorher eine Gebär­mut­ter­ent­fer­nung gehabt, auch, weil ich einen Schläfer da drin hab, ein Myom. Aber das wurde mir verwehrt.
    Die Schmerzen sind zwar weg, aber dafür sind andere unan­genehme Dinge aufge­treten. Ich bekam Aus­fluß, der auch noch einen Juck­reiz her­vor­rief. Durch zwei Schwanger­schaften, 1x Gem­i­ni, hat­te ich seit Jahren eine ganz leichte Gebär­mut­tersenkung, nichts welt­be­we­gen­des. Mit Ein­nahme von Tamox­ifen kon­nte ich aber zuguck­en, wie schnell und extrem die fortschritt. Sie rutscht mit­tler­weile raus, was sich wie ein schlecht sitzen­der Tam­pon anfühlt und sehr unan­genehm ist. Meine Blase kann ich kaum noch ohne Druck voll­ständig entleeren oder ich sitze ewig auf der Toi­lette. Bei­des macht das Ganze nur noch schlim­mer. Das Ding (Uterus) wird nun also in abese­hbar­er Zeit ent­fer­nt, denn so kann es nicht bleiben. Ich mache da auch keine Exper­i­mente mit Hochziehen und Antackern.
    Die Senkung ist aber nicht das einzige Prob­lem. Ich hab den Ein­druck, Tamox­ifen wirkt sich auch auf andere Gewe­beart­en aus. Mein Zah­n­fleis­chzu­s­tand hat sich seit Ein­nah­me­be­ginn ver­schlechtert. Mir mußte sog­ar ein Abzeß ent­fer­nt wer­den. Ich achte wirk­lich auf meine Zah­nge­sund­heit, schon, weil ich da nicht das beste Erbe hab. Der let­zte Satz mein­er Zah­närztin “Ich sehe an Ihrem Zah­n­fleisch, daß es Ihnen nicht gut geht.” hat mich sehr schockiert.
    Mein linkes Auge fängt auch an zu spin­nen. Mit minus 7,5 dpt bin ich regelmäßig beim Auge­narzt. Werde da also auch dem­nächst vorstel­lig werden.
    Manch­mal wün­sche ich mir das Letro­zol zurück. Eine Alter­na­tive zu Tamox­ifen scheint es ja nicht zu geben oder ist noch nicht zugelassen.
    Liebe Grüße, Anja

    • Kirsten
      Autor
      17. April 2021 / 14:26

      Liebe Anja, vie­len Dank für deine aus­führliche Geschichte. Es ist schon Wahnsinn, was frau auch nach der primären Kreb­s­ther­a­pie alles aushal­ten muss. Ich kenne das nur zu gut und ste­he im Som­mer vor dem Wech­sel von Tamox­ifen zu Anas­tro­zol. Ich hoffe es wird alles gut. Meines Wis­sens gibt es zu Tamox­ifen keine Alter­na­tive. Was ich Dir empfehlen kann ist regelmäßiger Sport. Es dauert dann zwar auch seine Zeit, aber dann wirst Du dich bes­timmt bess­er fühlen. Was die Schleimhäute und Juck­reiz bet­rifft kön­ntest Du mal eine Intim-Waschlo­tion 50 plus (gibt es von Sebamed und der Ross­mann-Eigen­mare) sowie Döder­lein Kapseln (Apotheke) aus­pro­bieren. Denn der ph-Wert im Schei­den­m­i­lieu ändert sich in den Wech­sel­jahren. Mit diesen Pro­duk­ten habe ich gute Erfahrun­gen gemacht und kein­er­lei Beschw­er­den dahinge­hend. Wichtig ist die Augen ein­mal jährlich unter­suchen zu lassen, denn auch hier kann sich das Tamox­ifen bemerk­bar machen. Hast Du beim Hausarzt schon ein­mal deinen CRP-Wert im Blut (Entzün­dungspa­ra­me­ter) sowie deinen Blutzuck­er bes­tim­men lassen? Vielle­icht ist dies der Grund für dein geschun­denes Zah­n­fleisch. Ich wün­sche Dir alles Gute, halte durch und bleib gesund. Wun­der­bare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  8. Tina
    24. Mai 2021 / 14:39

    Liebe Kirsten,
    ich habe herzwiese24.de schön öfter besucht. Heute schreibe ich mal was:
    Vor 3 Jahren, mit ger­ade ein­mal 37 Jahren, ertastete ich eine komis­che Beule in mein­er Brust. 9 Tage später wusste ich dass es Krebs ist. Der homon­ab­hängige! Ich bekam sofort Tamox­ifen, worauf der Tumor gut reagierte und bis zur OP schon klein­er gewor­den ist. Der Tumor wurde dann voll­ständig ent­fer­nt, ich bekam einige Wochen Bestrahlung, keine Chemo!
    Das Tamox­ifen ver­trage ich recht gut. Oder sagen wir es mal so: ich habe mich damit arrang­iert. Ich schwitze nachts sehr viel. Manch­mal habe ich einen regel­recht­en See zwis­chen den Brüsten. Kopf­schmerzen habe ich recht häu­fig und trock­ene Augen. Ich glaube auch dass meine Augen schlechter wer­den. Bin aber alle 6 Monate beim Auge­narzt zur Kon­trolle. Alles Dinge mit denen ich mit­tler­weile gut leben kann. Bess­er das als wieder Krebs.
    Was mich wirk­lich plagt ist die Gewicht­szu­nahme. 17 Kg in knap­pen 3 Jahren. Nun mache ich seit langer Zeit Low­carb und 16:8 Inter­vall­fas­ten. Es tut sicht nichts auf der Waage. Ich kön­nte heulen. Die Leber­w­erte waren auch zu hoch. 239 obwohl 35–40 der ide­ale Wert ist. Wenig­stens die sind seit Beginn der Ernährungsstel­lung runter gegan­gen, jet­zt auf gute 100. Aber an dieser Stelle fällt es mir echt schw­er zu sagen: “Lieber dick als Krebs zurück.” 

    Ich wün­sche dir alles Gute,
    Tina

    • Kirsten
      Autor
      25. Mai 2021 / 13:47

      Liebe Tina, vie­len Dank für Deine Zeilen. Ich kann Dich so gut ver­ste­hen. Gib den Mut nicht auf. Ich muss Zeit meines Lebens auf mein Gewicht acht­en, wie 80 bis 90 Prozent der Frauen, auch die die schlank sind. Allerd­ings habe ich nun die Erfahrung gemacht, dass es durch Tamox­ifen und mit zunehmen­dem Alter weiß Gott nicht leichter wird. Mir geht es auch so: ich muss sehr viel dafür tun, damit sich etwas in Mini-Schrit­ten auf der Waage tut. Es ist wirk­lich schwierig. Wie sieht es denn bei Dir mit Sport aus? Ohne Bewe­gung wird es auf Dauer schw­er möglich sein, das Gewicht zu hal­ten, bzw. etwas zu senken. Durch die Wech­sel­jahre, in die man mit der Zeit (also nicht von Jet­zt auf Gle­ich) durchs Tamox­ifen kommt, ver­ringert sich der Grun­dum­satz um etwa 300 bis 400 Kalo­rien täglich. Das heißt also, dass es Sinn macht diese einzus­paren und/oder einen Teil durch Sport zu ver­brauchen. Es macht auch Sinn mal ein Ernährungstage­buch zu führen. Hier soll­test Du alles auf­schreiben was Du isst und trinkst und auch berück­sichti­gen dass Essen­pausen sehr wichtig sind. Wie sieht es bei Dir mit Kalo­rien durch Getränke aus, also Säfte, Limo, Kaf­fee mit Milch, Zuck­er, Alko­hol ect.? Auch das kann dazu beitra­gen, dass das Gewicht nicht runter geht. Was die Hitze­wal­lun­gen bet­rifft nehme ich seit einem Monat das Prä­parat Serelys (Blüten­pol­lenex­trakt). Dieses hat keine hor­monelle Wirkung und eignet sich für uns Frauen mit Anti­hor­mon­ther­a­pie. So langsam wer­den die Wal­lun­gen, auch nachts, bess­er. Für die trock­e­nen Augen nehme ich täglich Augen­tropfen mit Hyaluron­säure. Das kannst Du mal ver­suchen. Ins­ge­samt muss ich aber lei­der sagen, dass alles sehr viel Diszi­plin und Durch­hal­tev­er­mö­gen braucht und natür­lich auch Geduld. Aber damit schaffst Du es ganz bes­timmt. Und tröste Dich, ich muss auch wirk­lich sehr auf­passen mit dem Gewicht und aktuell geht bei mir auch so gut wie nichts. Das stresst mich auch unge­mein und ich muss an meinem Mind­set arbeit­en. Nun hoffe ich auf besseres Wet­ter, dann gehe ich regelmäßig Schwim­men. Ver­suche so oft es geht Sport in deinen All­t­ag einzubauen. Tipps dazu find­est Du in meinen Beiträ­gen zu Sport und Brustkrebs und Sport im Home­of­fice. Ich wün­sche Dir ganz viel Durch­hal­tev­er­mö­gen: es ist lei­der so, dass frau mehr dafür tun muss, als ohne Anti­hor­mon­ther­a­pie. HALTE DURCH. Wun­der­bare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

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