Tipps bei Schwitzen & Hitzewallungen in der Antihormontherapie

Ein Fächer hilft mir optimal und ist super praktisch.

Schwitzen & Hitze­wal­lun­gen in der Anti­hor­mon­ther­a­pie: Ein Fäch­er hil­ft mir bei Hitze­wal­lun­gen opti­mal und ist super praktisch.

Sie kom­men aus dem Nichts und kön­nen ganz schön anstren­gend sein —   Hitze­wal­lun­gen und starkes Schwitzen durch die Anti­hor­mon­ther­a­pie. Ein typ­is­ches Phänomen auch im Zuge der Wech­sel­jahre. Die meis­ten Frauen mit Brustkrebs haben nach der Primärther­a­pie, also OP, Chemo und/oder Bestrahlung, eine lange Strecke von fünf bis zehn Jahre mit ein­er Anti­hor­mon­ther­a­pie vor sich. Dann gibt es täglich entwed­er eine Tablette Tamox­ifen. Oder einen Aro­matase­hem­mer mit Namen Anos­tro­zol, Letro­zol oder Exemes­tan. Die Liste der Neben­wirkun­gen von allen ist immens. Meine Tipps und Erfahrun­gen im Hin­blick auf Neben­wirkun­gen der Anti­hor­mon­ther­a­pie, find­est Du hier. Was vie­len Frauen dabei ganz schön zu schaf­fen macht, sind Hitzewellen und Schwitzen. Am besten noch dann, wenn man es über­haupt nicht gebrauchen kann, oder ger­ade so gar nicht passt. Ich kann ein Lied davon sin­gen. Aber es wird bess­er, kann ich schon mal vor­ab sagen.

Bei starkem Schwitzen hilft eine dünne Decke aus Naturfasern.

Bei starkem Schwitzen hil­ft eine dünne Decke aus Naturfasern.

Hitzewallungen sind typisch in den Wechseljahren 

Plöt­zliche Hitzewellen und lästiges Schwitzen sind nicht nur eine Neben­wirkung der Anti­hor­mon­ther­a­pie. Rund zwei Drit­tel aller Frauen in den Wech­sel­jahren haben auch mit Beschw­er­den, wie diesen zu tun. Doch oft habe ich mich dann gefragt, ob die Hitzewellen und Schweißat­tack­en, die ich während mein­er Tamox­ifen Zeit hat­te, nicht doch stärk­er waren, im Gegen­satz zu Frauen, die keine Anti­hor­mon­ther­a­pie prak­tizieren. Doch es nützt ja alles nichts, frau muss dadurch. Wenn Du Tipps zum Durch­hal­ten der Anti­hor­mon­ther­a­pie brauchst, find­est Du in meinem Beitrag: Anti­hor­mon­ther­a­pie – meine Tipps zum Durch­hal­ten prak­tis­che Dinge, die mir geholfen haben und auch immer noch helfen.  Also da ich nicht mit Tamox­ifen aufhöhen wollte, habe ich ver­schiedene Dinge aus­pro­biert, um Schwitzen und Hitze­wal­lun­gen einiger­maßen in den Griff zu kriegen. Natür­lich ist das bei jed­er Frau unter­schiedlich stark aus­geprägt. Es gibt Phasen, da ist es ganz extrem und andere, da hal­ten sie sich etwas in Schach.

Rauf und runter - die Antihormontherapie ist ein stetiges auf und ab.

Rauf und runter — die Anti­hor­mon­ther­a­pie ist ein stetiges auf und ab.

Hitzewellen besser nachts als tagsüber?

Es ist wie eine Achter­bah­n­fahrt, erst geht es langsam los und auf ein­mal schießt der Schweiß aus allen Poren. Beson­ders stark aus­geprägt war das bei mir nachts. Vielle­icht auch weil ich die Tablette der Anti­hor­mon­ther­a­pie seit Beginn immer erst vor dem Schlafenge­hen ein­nehme. Das habe ich nie verän­dert und komme damit gut klar. Allerd­ings gab es Phasen, in denen ich das Nachthemd wech­seln musste, da ich so geschwitzt habe. Aber ich dachte immer: lieber nachts schwitzen, mor­gens Duschen und dann ist es tagsüber nicht so stark. Damit bin ich ganz gut gefahren. Vielle­icht ist das auch ein Tipps für Dich? Was ich aus­ge­tauscht habe, ist die Bettdecke. So habe ich mit­tler­weile ein sehr dünne Wild­sei­den­step­pdecke, die völ­lig aus­re­ichend ist und aus Natur­ma­te­ri­alien beste­ht. Es gibt heute ja auch Kält­edeck­en, damit habe ich aber keine Erfahrung gemacht.

Schau Dich doch einfach mal auf meinem Blog um. Ich habe viele Beiträge zum Thema Antihormontherapie und das Leben damit geschrieben. Eine Übersicht dazu findest Du hier.    

Wenn Hitze und Schweiß Frisur und Make-up ruinieren 

Oft ging es tagsüber dann mit dem Schwitzen trotz­dem weit­er. Gerne dann, wenn ich meine Haare frisch geföh­nt und mich geschminkt hat­te. Kleine Schweißperlen standen mir auf der Stirn und die ganze Föh­nerei war für die Katz. Auch im Gesicht ging es weit­er. Was mir hier hil­ft, damit ich nicht alles neu machen muss ist mat­tieren­des Anti Shine Papi­er, auch Blot­ting Paper genan­nt. Das gibt es für kleines Geld zum Beispiel von essence, trend it up, art­de­co oder elf. Diese hauchdün­nen Papierchen auf die betr­e­f­fend­en Stellen im Gesicht und am Haaransatz aufle­gen, schon saugen sie Schweiß auf. Beim Föh­nen habe ich mir dann angewöh­nt immer zum Ende mit der Kalt­stufe zu trock­nen, damit nicht so viel Hitze auf dem Kopf ist. Außer­dem bekom­men die Haare beim abschließen­den Kalt­föh­nen eine Extra­por­tion Glanz. So ging es dann und zunächst ein­mal war Ruhe.

Einmal pro Woche in die Sauna- tut der Seele gut und hilft.

Ein­mal pro Woche in die Sauna- tut der Seele gut und hilft.

Schwitzen ja – aber bitte in der Sauna und beim Sport

Was mir immer wieder gut hil­ft und auch der Seele gut­tut ist Sauna und Sport. Warum Sport bei Brustkrebs so unglaublich wichtig ist, liest Du in meinem Beitrag zum Sport und Brustkrebs – wie wichtig ist das? Also ich Sauna habe ich immer schon gerne gemacht und heute ist mir ein­fach wichtig, min­destens ein­mal die Woche in die Sauna zu gehen. Zum Beispiel im Fit­ness Stu­dio oder in ein­er schö­nen, öffentlichen Sauna. Denn das Schwitzen dort hil­ft mir im All­t­ag nicht ständig Hitze­wal­lun­gen zu bekom­men. Außer­dem ist es so her­rlich entspan­nend ein­fach mal in der Sauna den Gedanken freien Lauf zu lassen. Und es tut natür­lich auch dem Immun­sys­tem gut. Tipps zum gesun­den Essen für ein starkes Immun­sys­tem find­est Du auch auf mein­er Seite, und zwar hier. Regelmäßig sportlich aktiv zu sein ist auch pri­ma, um Schwitzen und Hitze­wal­lun­gen während der Anti­hor­mon­ther­a­pie etwas zu lin­dern. Es kann auch gerne mal anstren­gend und schweißtreibend sein, auch das macht Spaß und tut gut.

Salbeitee eignet sich besser als Salbeiextrakt in Kapselform.

Sal­beit­ee eignet sich bess­er als Sal­beiex­trakt in Kapselform.

Was sonst noch helfen kann: Tee, Fächer und Pflanzenpollen

Immer wieder wird Frauen in den Wech­sel­jahren ein pflan­zlich­es Prä­parat zur Lin­derung bei starkem Schwitzen und Hitzewellen emp­fohlen. Nur lei­der ist der Kreis der Pro­duk­te, die auch bei ein­er Anti­hor­mon­ther­a­pie möglich sind, sehr über­schaubar.  Mein Brustzen­trum hat mir zum Beispiel von Prä­parat­en mit Trauben­sil­berk­erze (Cimi­cifu­ga Race­mosa) abger­at­en. Eben­falls wurde mir von Sal­beiex­trakt in Kap­selform abger­at­en. Einzig ein Prä­parat auf Basis von Pflanzen­pol­lenex­trak­ten mit Han­del­sna­men Sérélys ist hier möglich. Das habe ich mehrere Monate pro­biert. Es war nicht ganz bil­lig, mit rund 25 Euro pro Monat. Es dauert min­destens einen Monat, bis es wirkt und bei mir hat es keinen durch­schla­gen­den Erfolg gehabt. Aber einen Ver­such war es wert. Statt Sal­bei in Kap­selform hil­ft mir Sal­beit­ee. Den trinke ich in akuten Phasen täglich. Eine wirk­lich tolle Hil­fe ist mein Fäch­er. Einen habe ich am Schreibtisch, einen in der Küche und eine Miniver­sion in der Hand­tasche. Damit wedle ich mir dann die Hitze weg und das klappt pri­ma. Es ist auch weitaus scho­nen­der als ein Ven­ti­la­tor. Mit­tler­weile bin ich in der Anti­hor­mon­ther­a­pie einen Stück weit­er und von Tamox­ifen auf Aro­matase­hem­mer umgestiegen. Und siehe da: Hitzewellen und Schwitzen haben deut­lich nachge­lassen. Dafür gibt es mehr Gelenkprob­leme. Aber das ist ein anderes Thema.

Ich hoffe, dass Dir meine Tipps bei Schwitzen und Hitzewallungen unter Antihormontherapie weiterhelfen.

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Nun freue ich mich über Deinen Kommentar hier zu meinem Beitrag. Wunderbare Grüße von Kirsten von der Herzwiese. 

  • Der Beitrag enthält Pro­duk­te­na­men. Es han­delt sich um unbezahlte Wer­bung, da Markennennung

  • Die Bilder in diesem Beitrag stam­men alle von der Seite unsplash.com und diesen Fotografen: Char­lotte Coney­beer, HUUM, Daniel Apo­da­ca, Thandy Yung, Vladislav Muslakov

 

 

 

 

 

 

 

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20 Kommentare

  1. 7. Dezember 2021 / 09:34

    Liebe Kirsten,
    ich muss sagen, Sere­leys bei mir defin­i­tiv lei­der auch nix gebracht 🙁
    Was mir schon eher geholfen hat / hil­ft war — zumin­d­est bei regelmäßiger Ein­nahme — Klimaktoplant.
    Ich nehme ja, wie du weißt, inzwis­chen statt dem Aro­matase­hem­mer hochdosiertes Indol 3 Carbinol.. 

    Muss ich selb­st bezahlen und ist nicht ganz bil­lig, aber ist es mir wert, da es meine Beschw­er­den mit den Gelenken, dem Magen und der Psy­che deut­lich verbessert hat!!

    Aber Hitze­wal­lun­gen habe ich trotz­dem noch, was zeigt, dass das Zeug tat­säch­lich eben­falls wirkt.
    Mein Arzt hat eine Mes­sung von Östro­gen — und Prog­es­teronkonzen­tra­tion (und son­st noch Ver­schiedenes) im Urin gemacht und das Ergeb­nis war ver­gle­ich­bar mit dem von Frauen, die Aro­matase­hem­mer nehmen, Obwohl ich vom Brokkoli-Extrakt mit­tler­weile auch nur noch die Hälfte der emp­fohle­nen Dosis nehme. Gibt wohl Frauen (bin 1,68m groß und wiege 54Kg) für welche die üblicher­weise emp­fohle­nen Dosen viel zu hoch sind und bei denen deut­lich weniger aus­re­icht, um ver­gle­ich­bar effek­tive Vor­beu­gung zu erzielen.
    Bin Mega dankbar, einen super kom­pe­ten­ten Onkolo­gen zu ken­nen, der darum weiß 🙂

    Dir weit­er­hin alles Gute!
    Evie

    P.S. Ich dusche mit­tler­weile täglich 3min eiskalt und schwimme 1x pro Woche auch jet­zt draussen 2–3 Minuten im See (let­ztens bei 6 Grad Wassertem­per­atur 😉 Flasht mein Immun­sys­tem total — aber gegen Hitze­wal­lun­gen hil­ft lei­der nicht­mal das doch macht mir tierisch Spaß (reimt sich 😉

    • Kirsten
      Autor
      7. Dezember 2021 / 11:08

      Liebe Evie, vie­len Dank für deine inter­es­san­ten Tipps. Das The­ma bet­rifft wohl uns alle, die in der Anti­hor­mon­ther­a­pie steck­en. Deine Aktion mit dem kalten Schwim­men ist ja echt toll. Kalt Duschen mache ich am Ende jed­er Dusche schon seit mein­er Pubertät, das nutzt lei­der nicht gegen Hitzewellen. Auf ganz bald wieder hier auf dem Blog. Eine entspan­nte Adventszeit und wun­der­bare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  2. Petra
    28. Januar 2022 / 10:08

    Hal­lo Kirsten.…ich nehme nun seit eini­gen Wochen Tamox­ifen und Equino­vo dazu…sagen wir mal …es geht so…denn ich weiß warum ich das Medika­ment nehmen muss. Die Infos durch die Reha waren echt wertvoll. Ich bin auch nicht der Typ der jeden Tag her­aus­find­en will, was denn nun wieder passiert. Manch­mal macht mein Kopf zwar blöde Gedanken, man ste­ht halt mit vie­len Din­gen alleine da und die Spät­fol­gen der Chemo über­rollen mich schon. Nun habe ich fol­gende Sorge…mein Prä­parat des Tamox­ifens ist von dem Her­steller nicht lieferbar..das verun­sichert mich sehr…kann man ein­fach ein anderes Prä­parat nehmen? Der Wirk­stoff ist sicher­lich gle­ich, aber die Zusatz und Hil­f­sstoffe??? Hat da Jemand Erfahrun­gen gemacht…bitte teilt mir diese mit…Daaaanke und liebe Grüße von Petra

    • Kirsten
      Autor
      29. Januar 2022 / 14:48

      Liebe Petra,
      wir gut, dass Du die Primärther­a­pie geschafft hast. Du kannst sehr stolz auf dich sein. Ich hat­te dieses Prob­lem mit Tamox­ifen auch ein­mal. Da ich nicht auf ein anderes Tamox­ifen umstellen wollte, habe ich sämtliche Apotheken in meinem Umfeld abtele­foniert und habe dann eine gefun­den, bei der ich “mein” Tamox­ifen erhal­ten habe. Das wäre die eine Möglichkeit. Die andere ist, ein­fach auf einen anderen Her­steller umzustellen. Ich kann deine Bedenken ver­ste­hen, obwohl mir ein Apothek­er sein­erzeit ver­sicherte, dass es hier im Hin­blick auf Neben­wirkun­gen keine Unter­schiede gibt. Ich bin immer bei einem Her­steller geblieben und achte nun beim Anos­tro­zol auch sehr darauf. Viel Glück dabei und wun­der­bare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

    • Daniela Gandl
      3. Februar 2022 / 09:13

      Hal­lo Petra, hal­lo Kirsten,
      ich habe das Tamox­ifen bere­its von drei ver­schiede­nen Fir­men genom­men und kon­nte keinen Unter­schied fest­stellen! Es hat sich dadurch nichts bei mir ver­schlechtert, was die Neben­wirkun­gen bet­rifft. Im Gegen­teil, die Hitze­wal­lun­gen und Schweißaus­brüche haben bei mir nachge­lassen — warum, dass sei mal dahingestellt — da kann man immer nur Ver­mu­tun­gen anstellen. Ich nehme Tamox­ifen seit Juni 2020 und Zoladex seit Okto­ber 2020. Neben­wirkun­gen waren immer vorhan­den. Ich hat­te immer die Befürch­tung, dass mit der Dauer der Ein­nahme auch die Neben­wirkun­gen schlim­mer wer­den, das ist aber nicht so. Ich glaube, dass sich der Kör­p­er mit der Zeit an den niedrigeren Hor­mon­spiegel gewöh­nt und dadurch Neben­wirkun­gen wieder nachlassen.
      Vielle­icht helfen dir meine Erfahrun­gen ein wenig.
      Liebe Grüße von Daniela

      • Kirsten
        Autor
        8. Februar 2022 / 18:10

        Liebe Daniela, vie­len lieben Dank für deine Nachricht. Ich empfinde es auch so, dass die Neben­wirkun­gen bess­er wer­den, da sich der Kör­p­er an den Hor­mon­man­gel gewöh­nt. Auf ganz bald hier wieder auf der Herzwiese. und Wun­der­bare Grüße sendet Dir Kirsten von der Herzwiese.

  3. Stephie D
    2. Februar 2022 / 13:47

    Hal­lo zusammen,
    ich fange näch­ste Woche mit der HOr­mon­ther­a­pie / Tamox­ifen an. Nach dem Lesen des Beipackzet­tels ist mir schlecht gewor­den… Vie­len Dank Kirsten v.d. Herzwiese für deine Aus­führun­gen, du hast du mir gle­ich ganz viele Steine vom Herz genommen..
    Zum The­ma Ver­füg­barkeit des Prä­parates: ist mir let­zte Woche auch passiert, habe die zweit-näch­ste Apotheke besucht und das ver­schriebene Exem­plar dann dort gefun­den. Ich hoffe allerd­ings, nie in ern­ster­er Ver­legen­heit zu geraten..
    Liebe Grüße
    Stephie

    • Kirsten
      Autor
      8. Februar 2022 / 17:53

      Liebe Stephanie,
      ich hoffe Du hast gut mit Tamox­ifen begonnen. Sieh es pos­i­tiv, denn Du tust aktiv etwas gegen neuen Krebs, auch wenn es nicht immer leicht sein wird. Du bekommst hier auf der Herzwiese dazu ja auch viele per­sön­liche und fach­lich fundierte Infos. Ich bin ja nun schon über vier Jahre dabei und es geht mir gut. Klar habe ich auch mal schwierige Tage, aber das gehört sowieso zum Leben dazu. Wichtig ist, dass Du gesund leb­st, regelmäßig etwas für Dich tust. Zum Beispiel durch Sport, gutes und gesun­des Essen, Me-Time, Dinge die dir Spaß machen.
      Auf ganz bald hier wieder auf der Herzwiese und wun­der­bare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  4. Elisabeth
    28. Februar 2022 / 10:32

    Meine Haare offen tra­gen, eine Tage­screme, Body­lo­tion oder gar ein Make up auf­tra­gen — das war einmal

    Seit Dezem­ber 2021 nehme auch ich täglich abends Tamox­ifen. Als sich dann die ersten Hitzewellen ein­stell­ten lernte ich schnell, mich prag­ma­tisch gegen meine weib­liche Ein­stel­lung zu entschei­den: Jegliche Kos­meti­ka, Lotio­nen und Cremes wer­den mir durch den Schweiß regel­recht vom Gesicht und Kör­p­er ‘gespült’.
    Pos­i­tiv ist, dass meine Haut sehr robust sein muss, denn ich beobachte aktuell noch kein­er­lei Trock­en­heitsmän­gel im Gesicht oder am Kör­p­er. Und dies ohne Anwen­dung von Cremes, Lotio­nen, Masken. Seifen jed­er Art ver­suche ich gegen die zusät­zliche Hau­taus­trock­nung zu vermeiden.
    Neg­a­tiv ist: ich füh­le mich nicht wohl damit, ungeschminkt und nahezu unfri­is­ert in der Öffentlichkeit zu agieren. Da ist ein Mund/Nasenschutz schon fast von Vorteil…
    Das Austesten von homöopatis­chen Tablet­ten gegen die Inten­sität und Häu­figeit mein­er Hitzewellen brachte mir keinen Erfolg. Dies werde ich nun nicht mehr anwen­den. Ich kann, wie die meis­ten Mit­stre­i­t­erin­nen hier nur abwarten. Aber: Wir wis­sen ja, wofür wir uns entsch­ieden haben.
    Beste Grüße, nicht aufgeben!
    Elisabeth

    • Kirsten
      Autor
      28. Februar 2022 / 11:41

      Liebe Elis­a­beth,
      ich empfehle Dir unbe­d­ingt die Rück­sprache mit deinen Brustkrebs behan­del­nden Ärzten. Denn auf Dauer kann fehlende Hautpflege zu anderen Prob­le­men beitra­gen. So ist beispiel­weise ein UV-Schutz im Gesicht und für den Kör­p­er immens wichtig zum Schutz vor Hautkrebs, Son­nen­brand, Zellschädi­gung und lichtbe­d­ingter Hau­tal­terung. Bei solch starkem Schwitzen lässt sich auf jeden Fall etwas machen. Bitte wende Dich an deine Ärzte. Auch Fett und Feuchtigkeit sind auf Dauer für die Haut sehr wichtig. Und wie Du schon schreib­st tut auch etwas Make-up der Seele gut. Was ich Dir hier empfehlen kann ist Min­er­alpud­er und Make-up auf Min­er­al­ba­sis. Ich nehme zum Beispiel Pro­duk­te von Bare Min­er­als. Sie enthal­ten gute Inhaltsstoffe und im Pud­er steckt auch ein Lichtschutz. Dabei sind sie sehr gut hautverträglich und kön­nen auch bei Schwitzat­tack­en auf der Haut bleiben. Das habe ich selb­st schon erlebt. Bare Min­er­als bekommst Du zum Beispiel bei Dou­glas, Fla­coni oder QVC. Aber auch Min­er­alpud­er aus dem Drogeriemarkt oder der Apotheke wären eine Option. Fern­er suche mal eine Apotheke, die sich auf das The­ma Hautpflege spezial­isiert hat und lass dich dort berat­en. Ich bin sich­er, es gibt für deine schwitzende Sit­u­a­tion hil­fre­iche Lösun­gen. Toi, toi, toi und wun­der­bare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  5. Elisabeth
    28. Februar 2022 / 11:28

    Die Inten­sität mein­er Hitzewellen ist stim­mungs- und temperaturabhängig

    Liebe Mit­stre­i­t­erin­nen,

    mein Wun­sch ist, dass in eini­gen Monat­en generell meine Hitze­wal­lun­gen nach­lassen. Die Hof­fung stirbt bekan­ntlich zulet­zt! Meine ersten drei Monate mit Tamox­ifen haben mich teil­weise so mas­siv ‘in meinem ein­gen Saft’ schwitzend aufwachen oder in der Öffentlichkeit zur ‘Frau mit dem Trock­en­tuch’ wer­den lassen, dass ich hierzu kein­er­lei Beschöni­gun­gen find­en kann. Sei’s drum.
    Meine Beobach­tun­gen zur Schweiß-Inten­sität sind fol­gende: Jegliche emo­tionale Regung kann bei mir Schweiß aus­lösen. Es gibt Tage, da bekomme ich mit minütlich­er Pünk­tlichkeit bis zu 20 x in 24 Stun­den einen der­ar­ti­gen Schub.
    Dann kom­men wieder gute Zeit­en, und ich erhoffe mir, dass diese wellen­freien Phasen mein Durch­bruch sind…
    Denkste.
    Gestern habe ich noch eine Beobach­tung machen ‘dür­fen’. In beson­ders war­men Räu­men nimmt meine Hitzen­wellen­in­ten­sität und auch ‑Häu­figkeit noch zu!
    Ich denke nicht daran, mich davon unterkriegen zu lassen. Daher ist es gut für mich, mir hier ein­mal Luft zu machen! Danke Kirsten!
    Beste Grüße, Elisabeth

    • Kirsten
      Autor
      28. Februar 2022 / 11:46

      Liebe Elis­a­beth, meine erste Antwort zu deinem The­ma wird Dir sich­er schon helfen. Was mir jet­zt noch ein­fällt: Hast Du mal deine Schild­drüsen- und Blut­druck­w­erte über­prüfen lassen? Sie kön­nen auch zum unver­hält­nis­mäßig starken Schwitzen beitra­gen. Bitte besprich dies unbe­d­ingt mal mit deinen Ärzten. Denn was Du schreib­st, ist schon sehr extrem. Ich möchte Dir keine Angst machen, son­dern Dich ermuti­gen deshalb einen Arzt aufzusuchen. Fern­er kön­nen meine Tipps aus meinem Beitrag unter­stützen. Du kannst dich auch an die kosten­lose, ärztliche Hot­line des Kreb­sin­fo­di­en­stes wen­den. Hier die Num­mer, Tele­fon: 0800 — 420 30 40. Ich bin sich­er, dass Dir geholfen wer­den kann. Kopf hoch und machen. Das wird dann bes­timmt bess­er. Wun­der­bare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  6. Elisabeth
    2. März 2022 / 12:20

    Liebe Kirsten,

    damit hätte ich nicht gerech­net, dass du doch noch wichtige Hin­weise und Tipps für mich im Köch­er hast! Sehr her­zlichen Dank dafür. Meine Lösungsan­sätze gegen diese immensen Hitzewellen bestanden bish­er darin, dies diversen, guten Gynäkolo­gen zu schildern; allerd­ings war hier bish­er die Antwort: Durch­hal­ten, die Hitzewellen spie­len sich ein, wer­den irgend­wann weniger..
    Ich werde umge­hend die Krebs-Hot­line aus­pro­bieren. Ich erhoffe mir davon auch, doch noch eine ambu­lant tätige Onkolo­gin zu find­en. die mich unter­stützen kön­nte (ein Tipp mein­er Psy­choonkolo­gin). Denn bekan­nter­maßen sind die sta­tionären Onkolog/innen nach dem Kranken­hausaufen­thalt nicht mehr die Ansprechpartner/innen.
    Zu deinem Hin­weis RR und Schild­drüse: Ja, meine Vital­w­erte sind alle zum Glück im Lot. Lei­der begleit­en mich aktuell noch ein Weichteil­rheuma (dies ist mit ein­er Min­i­mal-Dosis Cor­ti­son gut überwacht, ich reduziere monatlich 1 mg Cor­ti­son) und eine Nach-OP meines Fußes mit ein­er 24-Std.-Schiene (die chirur­gis­che Anord­nung hierzu: bis Ende April ’22 kein­er­lei Belas­tung). Dies hat zur Folge, dass meine Blutwerte alle regelmäßig über­prüft werden.
    Auf geht’s: ich werde dir/hier berichten!
    Herzlichst

    Elis­a­beth

    • Kirsten
      Autor
      4. März 2022 / 14:40

      Liebe Elis­a­beth, das freut mich wirk­lich sehr, dass ich Dir helfen kon­nte. Bitte berichte, wie es weit­erge­ht und was Dir vom Kreb­sin­fo­di­enst ger­at­en wurde. Ich hat­te zu Anfang mein­er Aro­matase­hem­merther­a­pie so starke Gelenkschmerzen, dass ich gute Hil­fe beim Kreb­sin­fo­di­enst-Tele­fon von den Ärzten dort bekam. Was mir noch ein­fällt: Sauna und Akupunk­tur kön­nen bei Hitze­wal­lun­gen auch eine unter­stützende Hil­fe bieten. Bitte berichte mal, wie es Dir so ergan­gen ist. Ich drücke Dir ganz fest die Dau­men. Alles Gute und wun­der­bare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

      • Elisabeth
        13. März 2022 / 13:14

        Lliebe Kirsten,

        nochmals möchte ich mich für den Tele­fontipp bei der Kreb­s­ber­atung bedanken. Das Gespräch kam zügig (im 2. Ver­such) zus­tande. Die aus­führliche Beratung erfol­gte durch eine Medi­ziner­in, die mich bei meinem gerin­gen, medi­zinis­chen Hin­ter­grund­wis­sen ‘abholte’.
        Sie kon­nte sie mir aus­führlich Stu­di­en zu Anti-Hitzewellen­medika­menten und alter­na­tiv­en Meth­o­d­en zum psy­chis­chen Aus­gle­ich erläutern, die nach­weis­lich mehr (bew­ertet mit +++) oder weniger (bew­ertet mit + bis ++) infrage kommen.
        Dies war für mich, die ich sehr prag­ma­tisch ver­an­lagt bin, dur­chaus hilfreich.
        Im Resul­tat: Ich kann lei­der mit kein­er akuten, medika­men­tösen Hil­fe arbeit­en, weil diese nicht oder nur äüßerst min­i­mal wirken (= + — ++).
        Das von der Ärztin emp­foh­lene, physikalis­che Train­ing (= +++) werde ich, sobald mir dies wieder erlaubt wird, begin­nen. (Aktuell habe ich noch sechs Wochen absolute Belas­tungskarenz für meinen recht­en Fuß, nach ein­er OP)
        Zudem stelle ich fest, dass mir beheizte Räume nicht gut tun.

        Somit: ich weiß nun, dass ich nichts an Alter­na­tivme­ho­den gegen diese Hitzewellen ver­passe. Die Tamox­ifen-Ein­nahme muss lei­der weit­er­hin sein.
        Aber: nun kann ich leichter abwarten , bis ich mich wieder belas­ten darf und lebe nicht in dem Empfind­en, alles gegen meine Beschw­er­den unter­nom­men zu haben.

        Her­zlichst, deine Elisabeth

        • Kirsten
          Autor
          14. März 2022 / 10:41

          Liebe Elis­a­beth, ich freue mich wirk­lich sehr, dass Dir meine Tipps und die Kreb­shot­line helfen kon­nten. Siehst Du, es gibt immer eine pro­bate Lösung. Alles Gute für Dich und wun­der­bare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  7. Heike Moll
    23. April 2022 / 21:56

    Grüße Dich Kirsten,
    Ich bin 55 und Kinder­los. Seit ich in den Wech­sel­jahren bin habe ich auch mas­sive Hitze­wal­lun­gen, aber ich schwitze nicht..
    Die Hitze fühlt sich an,als wenn ich auf
    ein­er Herd­plat­te sitze, im Som­mer habe ich oft gedacht,ich bekomme einen Hitzeschlag. Ohne
    Kühlpacks und Sprüh­dosen mit kaltem Wass­er drin geh ich nicht aus dem Haus..
    Schild­drüsentablette nehme ich,habe ganz viele Knoten(Kalte)
    Mini­hor­montablette nehme ich auch.
    Aber ich habe auch mit Schwächeanfällen
    zu kämpfen ‚total erschöpft, Herz rast
    bekomme dann schlecht Luft.…
    Muss dazu sagen,dass ich Tra­mal nehme,gegen
    Schmerzen..
    Kann nicht mehr arbeiten…fühle mich wie 80…
    Finde deinen Block
    hier sehr gut..
    Danke für die vie­len Tipps..!!!
    Heike

    • Kirsten
      Autor
      25. April 2022 / 09:11

      Liebe Heike, ganz her­zlichen Dank für deine Zeilen. Ich hoffe deine Hitze wird bess­er. Ich habe es mit Akupunk­tur gut in den Griff bekom­men. Wie sieht es aus mit Sport und Bewe­gung? Dass kann bei Erschöp­fung hil­fre­ich sein. Und Dankeschön für dein Kom­pli­ment zu meinem Blog, das freut mich sehr. Auf ganz bald hier wieder auf mein­er Herzwiese. Wun­der­bare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

  8. Petra Dreikausen
    27. April 2022 / 10:22

    Hal­lo liebe Kirsten !
    Ich bin 64 Jahre alt , und wurde let­ztes Jahr im März operiert !
    Chemo brauchte ich zum Glück nicht !
    Aber 28 Bestrahlun­gen , waren auch nicht lustig !
    Habe ein Jahr lang Tamox­ifen genommen !
    Dann an bei­den Hän­den Karpal­tun­nel­syn­drom bekommen !
    Hitze­wal­lun­gen und Gelenkbeschw­er­den sowieso !
    Mußte dann für 5 Wochen Tamox­ifen abset­zen , und nehme jet­zt seit ein paar Tagen Anos­tro­zol ein ! Ich hoffe das ich das bess­er vertrage !
    Sport mache ich 3 × in der Woche , an Tain­ings­freien Tagen laufe ich viel im Wald , tut gut !
    Deinen Tip mit dem Sal­beit­ee werde ich ausprobieren !
    Danke für deinen Blog !
    Es hil­ft einem schon , das man nicht alleine ist !!!
    Aller­lieb­ste Grüße !

    • Kirsten
      Autor
      3. Mai 2022 / 09:36

      Liebe Petra, her­zlichen Dank für deine net­ten Zeilen. Ich wün­sche Dir alles Gute für die Ein­nahme des Anos­tro­zol. Ich nehme es nun schon fast ein Jahr und nach etwa fünf Monat­en ging es mir deut­lich bess­er, als unter Tamox­ifen. Ich hat­te zwis­chen­zeitlich ganz starke Gelenkprob­leme, aber die sind nun weg. Da heißt es ein­fach weit­er­ma­chen, auch wenn das nicht immer ein­fach ist und war. Auch Hitze­wal­lun­gen sind auch kaum noch exis­tent. Ich hat­te einige Sitzun­gen mit Akupunk­tur, die deut­lich geholfen haben, dass die Gelenkschmerzen weniger wur­den. Wichtig ist jet­zt sich regelmäßig zu bewe­gen, was Du ja auch machst. Eine cal­ci­um­re­iche Ernährung ist auch wichtig. Tipps dazu find­est Du in meinem Beitrag: https://herzwiese24.de/wechseljahre-osteoporose-calcium-und-meine-tipps/. Fern­er macht es Sinn die Knochen­dichte messen zu lassen: damit der Sta­tus Quo, während und nach der Anti­hor­mon­ther­a­pie bes­timmt wird. Auf ganz bald hier wieder auf der Herzwiese. Wun­der­bare Grüße von Kirsten von der Herzwiese.

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